Kanzler/innen der Universitäten der Bundesrepublik Deutschland

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51. Jahrestagung der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten der Bundesrepublik Deutschland

Eine provokante, suggestive, larmoyante oder ganz einfach nur eine nüchterne Frage mit handfesten Konsequenzen, die die Kanzler der deutschen Hochschulen jeden Tag neu in ihrem Amt spüren:

„Schafft Hochschulautonomie mehr Bürokratie?“    

Der Übergang von einer durch haushalts-, hochschul- und beamtenrechtlichen Regeln geprägten klassischen Input-Steuerung zu einer an Ergebnissen in Forschung und Lehre orientierten Output-Steuerung, verbunden mit den Erwartungen von Gesellschaft, Ministerien und Förderern führt dazu, dass die Universitäten zunehmend gehalten sind, möglichst jederzeit und in differenzierter Weise ihren Status quo darlegen zu können. Dies betrifft das Verhältnis nach außen ebenso wie die Beziehungen innerhalb der Universität.

Gilt der erst kürzlich durch den Präsidenten der DFG bemühte Satz: „ Die Erfolgreichsten siegten sich, so wie Pyrrhus, gewissermaßen langsam zu Tode.“ nicht nur für Erfolge in der Forschung, sondern auch für das Verhältnis von Erfolgen im Gewinn an universitärer Freiheit und Neuordnung des Studiums „alla Bolognese“ einerseits und Verwaltungsaufwand andererseits?

Die diesjährige Tagung der Kanzlerinnen und Kanzler der Universitäten der Bundesrepublik Deutschland will versuchen, Antworten zu geben, Fakten zusammenzutragen, Vergleiche mit anderen Ländern anzustellen und darüber zu diskutieren, in welchem Umfang zusätzliche Bürokratie unvermeidlich, in welchem Maße aber auch unnötig, vielleicht sogar unsinnig, den Hochschulen von außen oder durch eigene Entscheidungen auferlegt ist.

 

Dr. Klaus Bartholmé

Kanzler der Universität Jena   

 
Kanzler/innen der Universitäten der Bundesrepublik Deutschland, 25.09.2008
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